Eine gesunde und ertragsfähige Grasnarbe ist der Grundstein für qualitativ hochwertiges Grundfutter. Um Ihre Grünlandbestände fit zu halten, sollten Sie schon im Frühjahr mit einer präzisen Nachsaat des Grünlands alles für eine ertragreiche Ernte mit hohem Energiegehalt vorbereiten.

Nachsaat des Grünlands mit ISARIA PRO Compact

Wie das geht? Wichtigster erster Schritt ist die Analyse des Zustands der Grünlandfläche nach dem Winter:

  • Wie groß sind die Schäden durch Wildschweine oder Wühlmäuse?
  • Wie groß ist der Lückenanteil?
  • Wie stark ist die Grasnarbe verletzt?
  • Liegen Staunässe oder Frostschäden vor?
  • Wie groß ist der Anteil von Ungräsern und Unkräutern?

Nach Begutachtung der Schäden gilt es, diese durch Striegeln, Schleppen und die Nachsaat zu beseitigen. Dabei dient das Schleppen in erster Linie der Einebnung von Erdaufwürfen, die durch Maulwürfe oder Mäuse entstanden sind. Das Striegeln eignet sich im Gegensatz dazu, Altgräser auszukämmen, die Grasnarbe zu belüften und das Grünland für die Nachsaat vorzubereiten. Die Wahl der Sorte und Nachsaatmenge richtet sich nach den örtlichen Verhältnissen und der Menge der vorgefundenen Schäden. In manchen Fällen empfiehlt sich der Einsatz von Walzen zum Andrücken von hochgefrorene Narben.

Die Nachsaat des Grünlands smart gestalten

Mit ISARIA gestalten Sie Ihre Nachsaat smart. Mit der sensorgestützten Grünlandnachsaat haben Sie die Möglichkeit, die Nachsaatmenge kontinuierlich an Ihren Bestand anzupassen. Eine Möglichkeit im ISARIA-System ist ein an der Front oder an den Seitenspiegeln des Schleppers angebrachter Pflanzensensor. Der ISARIA PRO Compact erhebt während der Überfahrt permanent den Biomasseindex sowie den N-Aufnahmeindex. Auf Basis dieser Werte wird ein Ausgabewert für die Nachsaateinrichtung berechnet. Egal, ob nach dem Schnitt oder zur Frühjahrspflege – Teilflächen mit größeren Verletzungen der Narbe sollten bevorzugt versorgt werden. Teilflächen mit intaktem Aufwuchs werden dagegen mit geringerer Saatmenge nachgesät. Das System misst während der Fahrt den aktuellen Grünlandbestand. Aus diesen Daten wird die auszubringende Saatgutmenge berechnet und gemäß der Daten die Saatgut-Dosierung geregelt. Sie legen dabei Minimal- und Maximalmengen sowie die durchschnittliche Aussaatmenge pro Hektar fest. Mit dieser ausgleichenden Methode schaffen Sie einen gleichmäßigen Bestand und damit ein homogenes Grundfutter für Ihren Betrieb. Durch die Etablierung von energiehaltigen und ertragreichen Sorten schaffen sie gleichmäßige Qualitäten im Bestand. Gleichzeitig vereinfachen Sie Ernte und Silieren – Effizienz pur. Zudem baut ein starker Grasbestand einen natürlichen Konkurrenzdruck gegenüber Unkräutern und Ungräsern auf. Die erhobenen Daten können Sie anschließend bequem im Datenmanagementsystem ISARIA CONNECT verwalten.

Das Maximum aus Ihrem Grünland herausholen

Ebenso wie die teilflächenspezifische Grünlandnachsaat empfiehlt sich die teilflächenspezifische Düngung. Egal, ob mineralisch oder organisch – Sie haben die Wahl, ob Sie mit der ausgleichenden Variante einen homogenen Bestand schaffen wollen, wobei jede Teilfläche gleichmäßig je nach ihren Bedürfnissen versorgt wird, oder ob sie mit der ertragsorientierten Variante die maximalen Erträge aus Ihrem Grünland herausholen wollen. Außerdem ist es ohne weiteres möglich, aus der Messdatei vom Striegeln im ISARIA CONNECT eine Applikationskarte für die Düngung zu erstellen. Bei der ertragsorientierten Variante fördern Sie speziell Teilflächen mit hohem Ertragspotential. Eine optimale, teilflächenspezifische Düngung wirkt sich auf die Qualität Ihrer Silage aus. Durch die Förderung ertragsfähiger Teilstücke Ihrer Schläge mit angepasster Düngung erhöhen sie deutlich den Anteil an qualitativ wertvollem Grundfutter – und das Protein, dass Sie mit dem Grundfutter erzeugen, müssen Sie nicht in Form von teurem Ergänzungsfutter zufüttern. Ein weiterer, ganz entscheidender Vorteil ist die Reduzierung des Rohaschegehaltes im Futter. Dies wirkt sich direkt auf die Gesundheit Ihrer Tiere aus. Ein dichter Pflanzenbestand ermöglicht die Ablage des gemähten Grases auf den Stoppeln. So kommt das Erntegut nicht mit Schmutz und Sand vom Boden in Kontakt. Sie tragen somit beim Ernteprozess weniger Rohasche in Ihr Silo ein.