Die organische Düngung mit dem Pflanzensensor ist neben der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften auch für den nachhaltigen Erfolg von pflanzenbaulichen Maßnahmen verantwortlich.

Eine präzise Startdüngung ist essentiell.

Teilflächenspezifische Bewirtschaftung ist bisher vor allem durch den Einsatz von Pflanzensensoren bei Mineraldüngung und Pflanzenschutz bekannt. Die Startdüngung geschieht aber auf vielen Betrieben mit Gülle. Diese Gabe innerhalb einer Saison ist zugleich die wichtigste Düngung. Dabei ist es notwendig, dass auch mit Gülle auf den meist sehr heterogenen Pflanzenbestand reagiert wird. Somit werden die Pflanzen gestärkt und die Ertragspotentiale optimal ausgenutzt. Die richtige Verteilung des organischen Düngers auf dem Schlag ist notwendig, da mit Gülle so die Bodenstruktur verbessert und die Aktivität der Mikroorganismen angeregt wird.

Eine präzise Gülleausbringung im Frühjahr ist für den pflanzenbaulichen Erfolg des ganzen Jahres ausschlaggebend. Zu beachten ist hier die Langzeitwirkung des organisch gebundenen Stickstoffs in der Gülle: Der Gesamt-Stickstoff in der Gülle entspricht nicht dem Gesamt N-Anteil im mineralischen Dünger. Nur ca. die Hälfte des Gesamt-N ist sofort pflanzenverfügbar. In Gülle existiert sofort verfügbarer Ammonium-Stickstoff  und organisch gebundener Stickstoff, welcher erst von Bodenlebewesen wie Bakterien verarbeitet werden muss, bevor er pflanzenverfügbar ist (Umwandlung: organ. gebundener Stickstoff -> Ammonium -> Nitrat). Wenn organisch gebundener Stickstoff von Mikroorganismen nicht umgewandelt wird, sorgt er für den so wichtigen Humusaufbau.

Die ausgleichende Düngung ist eine gute Strategie für die Ausbringung von organischem Dünger im Frühjahr. Hintergrund ist, dass mit Gülle sehr gut Bodenstruktur auf schlechteren Standorten verbessert werden kann. Die ISARIA-Pflanzensensoren ermöglichen die Sichtbarkeit der Unterschiede in Echtzeit.  Im Gegensatz zur präzisen Nutzung von Düngerstreuern, wird bei der Gülle oftmals eine präzise Ausbringung vernachlässigt. Die organische Düngung nach Kubikmeter(m³) ist sehr ungenau und kann erheblichen Schaden in der Kulturführung anrichten (z.B. Lagergetreide, Nährstoffmangel, zu starke Bestockung bei Getreide). Es existieren sehr große Variationen der Nährstoffgehalte von Gülle im Endlager, da sich die Bestandteile absetzen. Häufig stimmen so die Inhaltsstoffe nicht mit der Gülleprobe überein.

Organische Düngung mit dem Pflanzensensor.

Die ISARIA-Sensoren PRO Compact und PRO Active können in Verbindung mit einem Güllefass, das einen NIR-Sensor integriert hat, die organische Substanz optimal auf dem Schlag verteilen. Dank der GPS-Anbindung können auch Ertragspotentialkarten in die Düngung mit einfließen.

Der bayerische Gülletechnik-Hersteller Zunhammer ermöglicht beispielsweise mit dem System VAN-CONTROL, das mittels Nah-Infrarot-Spektroskopie (NIR) die  Nährstoffmessung der Gülle während des Betankens ermöglicht, eine teilflächenspezifische Ausbringung. Das System erfasst den Gesamt- und Ammoniumstickstoff, sowie Phosphor, Kali und den TS-Gehalt. Der Tankwagen regelt die Ausbringmenge nach dem Ammoniumstickstoff in der Gülle und nach dem aktuellen N-Bedarf, der durch die ISARIA-Pflanzensensoren ermittelt wird. Somit kann präzise nach Nährstoffbedarf gedüngt werden. Die Dokumentation von Düngekarten kann ebenso wie die Berücksichtigung von Ertrags- oder Bodenkarten analog zu den bekannten Verfahren bei der Mineraldüngung ablaufen. Alle Daten können im Datenmanagementsystem ISARIA CONNECT verwaltet werden.

Die Vorteile sind:

  • Optimale Ausschöpfung der Ertragspotentiale
  • Optimierte N-Bilanz
  • Reduzierung der Düngekosten (Gülle ersetzt teilweise teuren Mineraldünger)
  • Einhaltung gesetzlicher Vorgaben
  • Verbesserung der Bodenstruktur auf schlechten Standorten

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